melancholie der nacht

heute nacht ist etwas besonderes.
ich sitze schon seit ein paar stunden still in meinem zimmer und denke nach.

bis ich vor ein paar minuten den pc angemacht hab, tatsächlich schweigend, ohne musik, ohne ablenkung.

ich hab am abend mit meiner mutter telefoniert und mit ihr alte erinnerungen ausgegraben und diese lebens-fetzen haben mich einfach nicht mehr losgelassen.

es geht so oft viel zu schnell vorbei und man hat kaum eine pause um alles zu bewältigen.
leben im moment schent so einfach, aber in nächten wie heute fällt einem auf, was sich da für ein berg an gefühlen angesammelt hat.

ich denke an die schönen erinnerungen - ein wochenende mit freunden am meer, die erste eigene wohnung, erste küsse, eine lachende beste freundin, pizza und bier, der stolz dinge geschafft zu haben, ein fertiges lied...
aber auch an verpasste gelegenheiten. an abschiede, blamagen, niederlagen und unzählige geweinte tränen. an leere beim in-sich-rein-horchen und ans zeit verlieren.

es ist ein sehr komisches gefühl. irgendwe so dazwischen. vielleicht ist das ja die ruhe vor dem sturm?

aber immerhin ist es ruhe.

1 Kommentar 23.12.08 04:03, kommentieren

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Gutenachtgeschichte

es war einmal ein mädchen in einer sehr großen weiten welt.
so ganz ohne prinz, weißes pferd und schatzbesessene stiefschwestern war das ganz schön öde...
sie begann sich zu fragen warum um alles in der welt sie denn in einem märchen spielen sollte, wenn das verdammte happy-end so lange auf sich warten ließ.
schließlich musste sie sich eine aufgabe suchen. eine die wirklich echt war und nicht geträumt, denn träume können keine miete zahlen. (bafög gibts im märchenland aber nicht im echten leben!)
so arbeitete das mädchen oft und weniger oft und hart und weniger hart und schlief wenig, aß wenig, rauchte aber viel.
und entdeckte seine vorliebe für hippies.

sie hörte mrs. robinson und hey jude und stellte fest, dass es ein leben außerhalb des systems gab.

ein buntes, schönes, freies leben.

ein leben ohne staatsgewalt, dafür mit freunden auf die man sich verlassen kann, mit ärger der nicht vor gericht sondern mit einer tüte in der hand und sinnvollen argumenten geklärt werden konnte.

ein leben das bunt war und nicht grau.
ein leben das rebellierte wenn es ungerechtigkeit sah und sich nicht mit zweiten wahlen abgab.

ein leben in einem wunderschönen land, das hieß irgendwann mal deutschland.

jetzt ist es panama und es ist schön da!

15.12.08 22:25, kommentieren

Warum haben Nazis Glatzen...?

...als äußerliches zeichen ihrer ideologie: wo außen nichts drauf ist, ist innen nichts drin!

wirklich schöner spruch. (damit keiner behauptet ich hätte ihn geklaut:Forumkram )



abgesehen von solch kleinen erfreulichkeiten ist alles normal.

der advent hat angefangen und mir knallhaart vor augen geführt, dass dieses jahr dabei ist aufzuhören und einfach in ein neues überzugehen... und das so unglaublich schnell, dass ich mich ein bisschen üüberrumpelt fühle...
dieses jahr ist so schnell vergangen, es ist soviel passiert - schönes und schlimmes, und ich hab gar nicht gemerkt wie die zeit verschwunden ist.

ob das genauso ist wenn man stirbt? wenn man zu schnell lebt, merkt man gar nicht wie die zeit vergeht und dann ist es plötzlich vorbei und du hast grade noch zeit dich zu fragen was du eigentlich gemacht hast, einmal >huch< zu sagen und weg bist du...
aber wenn mans genießt it das eigentlich gar nicht so schlimm.

und ich genieße mein leben. von oben bis unten und von oberunterhinterfinstercunnnersdorf bis zum victoriapark.

leben lohnt sich total!

genießt die erste adventwoche und fangt an mir ganz viele geschenke zu kaufen!!!

hasta la vista!

3 Kommentare 3.12.08 12:26, kommentieren

bloody thursday

Der Sommer ist aus
Und du fährst nach Haus
Oder besser dran vorbei
Vorbei, vorbei

Die Felder sind leer
Die Halme stehen nicht mehr
Ganz genau wie deine Leute
Davon standen auch mal mehr als Heute

Der Sommer ist aus
Du packst die Koffer aus
Oder lieber wieder ein
Lieber wieder ein

Um Himmels Willen
Wer hat dich hierher gebracht
In die Fremde deiner Wände

Der Sommer ist aus
Der Sommer ist aus

Sitzt jetzt hinten im Bus
Knickst dir die Knie ins Gesicht
Suchst vergeblich nach Gesichtern

Und zu Haus da winkt ein Depp
Aus deinem Haus heraus
Winkt genau mit deinem Winken

Trägt deine Hemden, deine Hosen
Schnibbelt hilflos an den Rosen
Winkt genau mit deinem Winken

Wir haben uns irgendwo stehen gelassen
An fremden Stränden, fremden Straßen
An Häfen und Trassen

Seitdem geistern wir umher
In fremden Händen, in fremden Wänden
Ganz genau wie meine Leute
Davon geisterten auch mal mehr als Heute

Der Sommer ist aus
Der Sommer ist aus
Doch ich möchte dich wieder sehen
In einem anderen Land
Verwunschen und wunschlos

Ich möchte dich wieder sehen
Dich wiedersehen
Ganz genau wie meine Leute

Und du merkst es geht wieder los
Hältst das Telefon in der Linken
Lässt es lieber wieder sinken

Sitzt hinten im Bus
Fährst irgendwo hin
Lässt dich lieber wieder sinken

Der Sommer ist aus
Der Sommer ist aus
Doch ich möchte dich wiedersehen
In einem anderen Land
Verwunschen und wunschlos

Ich möchte dich wiedersehen
In einem anderen Land
Ganz genau wie meine Leute

Ich möchte dich wiedersehen
Dich wiedersehen

Ganz genau wie meine Leute
Ganz genau wie meine Leute

peter licht.

wie schön dieses lied ist. wie wunderschön diese musik ist. und wie wunderwunderschön das jetzt gerade hören zu können.

heute war ein anstrengender tag. bis jetzt jedenfalls. und ich lasse mich grade fallen in diese melancholische, entspannte stimmung. das leben ist schön. und traurig. und richtig!

27.11.08 15:31, kommentieren

 

 GLÜCKLICH IN BERLIN!!!

 

 ich bin so froh. hatte ich doch ganz in nelischer manie schon alles aufgegeben. aber nein, ich hab ne mail bekommen von meinem schon verschollen geglaubten dad. und alles ist gut und hier ist alles toll. ich bin verliebt, ich bin beruhigt und selbst ein fieses bindehautentzündetes auge geht mir grad sowas von vorbei ich liebe das leben - wer noch?

 

18.11.08 18:24, kommentieren

allora..

war irgendwer von euch am wochenende in gorleben?
das muss ja ganz schön krass gewesen sein!

ich frage mich, wie polizisten mit gutem gewissen auf demonstranten einschagen wollen und dann auch noch slogantreu am nächsten tag alten damen über die straße helfen.
meine auffassung von einem rechtsstaat war bisher eine andere. seitdem ich polizeigewalt erlebt hab, find ich die grünen männchen allerdings ganz schön daneben.

ob ich sowas schreiben darf ohne verhaftet zu werden? am ende überwachen die meinen pc? *lol*

(anmerkung der redaktion: viel spaß beim hacken, die pornos findet ihr unter "eigene dateien" - "eigene videos" - "pfui-bah-kiste" - "freizeitvergnügen" besondere empfehlung: "bodycheck - achtung ausziehen, hier spricht die polizei!")

wie auch immer. während sich viele aktivisten mit radioaktivem kram beschäftigt haben, hatte ich ein höchst vergnügliches wochenende mit freundinnen, sex and the city und überteuerten kleidern, die niemals eine frau tragen wird.

und ich habe mich einmal mehr mit dem sinn des lebens beschäftigt.

mehr oder minder erfolgreich, aber sehr amüsant. folgende schlüsse sind diesmal dabei herausgekommen:

1. die frage nach dem sinn des lebens ist völlig sinnfrei.
2. milchreis mit curry statt zimt ist ziemlich komisch.
3. ich will so fies-naiv-romantisch sein wie charlotte.
4. schlafen ist eine überflüssige angewohnheit.
5. alles bisher geschriebene ergibt keinen sinn.
6. und nochmal von vorne.

irgendwie war das wochenende also ziemlich ernüchternd und ich hab viel intellekt aufzuholen.
ich fang dann gleich an. morgen.




ich geh jetzt schlafen. absofuckinglutely!

12.11.08 11:46, kommentieren

O....BAMA

wie geil. (wortwahl mal wieder unpassend, aber nichtsdestotrotz treffend)




ich freu mich so für amerika.
aber ist obama wirklich eine chance? ist obama eine weiterentwicklung, eine möglichkeit wirklich etwas zu verändern?

oder nur eine weitere marionette?

auf jedenfall war seine rede sehr, sehr herzlich.
der dank an seine frau, die geschichte mit der 106 jahre alten dame (existiert die eigentlich wirklich?)...
wesentlich sympathischer als bush oder mccain. wobei der natürlich auch sehr gutmütig auf seine wahlniederlage reagiert hat.

es ist erstaunlich, wie sehr sich das ansehen der deutschen politiker von dem der amerikaner unterscheidet. sie werden dort gefeiert wie filmstars und hier ist es eher unüblich, dass sie überhaupt persönlich werden in ihren reden.
sehr, sehr spannend. aber natürlich auch recht gefährlich. wie objektiv kann man einen präsidenten einschätzen, wenn man ihn symphatisch findet und das nicht aufgrund seiner politik, sondern aufgrund seines auftretens und seiner austrahlung? zumal in einem so großen land wie den usa.

interessante geschichte das... mal sehen wie sich das entwickelt.


god bless america.

hasta la vista bang, bang!

5.11.08 11:21, kommentieren