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i´ve been lonely with you and now i´m just alone!

die kettensäge brüllt ihr werk weit über unser tal hinaus, sie zeigt was sie hat, was sie kann. die zäune sid gebaut, die mauer sind gefestigt und viele blumen mussten schon ihr leben lassen (von den regenwürmern gar icht erst zu reden):
das meer ist langweilig unaufgeregt und der himmel lässt die vermutung zu, dass es heute doch einmal trocken bleiben könnte.
über meinen gummistiefel kriecht eine verträumte schnecke und hinterlässt eine regenbogenschimmernde schleimspur.
die hunde haben eine krise. lebenskrise, nervenkrise oder vielleicht haben sie auch hunger. sie bellen und und springen und toben - nicht weil sie es müssen, sondern weil sie es können.
ein paar einsame socken baumeln im wind.
sebastian füllt benzin nach um noch mehr brennholz klein zu machen. den kampf haben die bäume eindeutig verloren.
thomas und caro zerhacken brombeeren und schotten uns verzweifelt mit eiem neuen stacheldrahtwerk von der außenwelt ab.
die einzige lücke in diesem idyllischen exil-gefangenheits-system ist die kommunikation.
wir können und - oho - wir dürfen miteinander sprechen und auf neuartig-elektronischen wegen sogar die realität kontaktieren...
vermutlich weil "sie" dachten es wäre eine zu offensichtliche menschenrechtsverletzung uns das noch zu verweigern.
gestern abend wurden wir kultur-geschockt. angekündigt war ein pub-besuch mit live musik am ende war es ein ur-irischer senioretanzabend inklusive "waltz".
zumindest bier gab es und durch die tiefschwarz-braun-schaumige guinness brille sah die welt auch nicht mehr so gehörgeschädigt aus.
ich versuche gerade blöd zu sinnen. situationskomik zu finden oder wenigstens die romantische tragik des augenblicks...
die kettensäge gibt ihr bestes um mich daran zu hindern. der lärm und der geruch haben sich zu einem unschlagbaren favouriten-team verbündet - gedankenzercrashung.
1 zu 0 für die technik.
ich passe.

2 Kommentare 2.5.09 22:46, kommentieren